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K a f f e e h
a u s g e s c h i c h t e
Kleine
Wissenskunde über Kaffeehäuser
Ein Café ist eine
Gaststätte, in der besonders Kaffee und andere Getränke ausgeschenkt
werden.
Das erste nachweisbare Kaffeehaus wurde 1554 in Istanbul
eröffnet.
1624 brachten die Venezianer den Kaffee nach Italien.
1652 kam der Kaffee nach England, um 1670 nach Deutschland. Kaffeehäuser
wurden eröffnet 1683 in Wien, 1686 in Nürnberg und Regensburg, 1687 in
Hamburg und 1712 in Stuttgart.
In Berlin gab es 1721 das erste Kaffeehaus. Im
18. und besonders im 19. Jahrhundert dienten die Kaffeehäuser als
Zentren der Meinungsbildung und als Sammelplätze kulturellen Lebens. Die
Wiener Kaffeehäuser erlangten literarische Berühmtheit.
Um die Mitte des vorigen Jahrhunderts setzte sich in
Deutschland der Wiener Kaffeehausstil durch, mit eleganten
Räumen, Billardsälen und großem internationalen
Zeitungsangebot.
Kein Wunder, dass hier die elegante Welt ein- und ausging.
Maler, Literaten, Musiker, Journalisten und auch Politiker
ließen nichts auf ihr Stammcafé kommen. Wedekind, Ibsen,
Valentin
und Ganghofer bevölkerten in München die Cafés, in
Berlin zählten Heine, Döblin und Tucholsky zu den
Kaffeehausgängern.
Manches Lied, mancher Kommentar erlebten hier seine
Geburtsstunde. "Der
Kaffee muss heiß wie die Hölle, schwarz wie der Teufel, rein wie ein
Engel, süß wie die Liebe sein."
...soll der
französische Diplomat
Charles Maurice de Talleyrand
(1754-1838) gesagt haben.
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