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Die
Kellergewölbe im Stadt-Museum
...mir
vielen gut erhaltenen Fundstücken
Die
Keller mit ihren wuchtigen Tonnengewölbe dürften in
ihren ältesten Teilen aus dem Mittelalter stammen.
Teilweise sind sie frei aus dem Sandstein gehauen und
stimmen mit dem heutigen Hausgrundriss nicht überein.
Bei der Beräumung der mit Siedlungsschutt verfüllten
Räume stieß man auf Keramikstücke aus dem 13.
Jahrhundert, vor allem einen 14 Meter tiefen Schacht, der
inzwischen vollständig freigelegt wurde und besichtigt
werden kann.
Die Funktion des Schachtes ist bis heute unklar.
Es gibt keine Sedimente die auf einen Brunnen schließen
lassen, hingegen fand man eine Menge unbeschädigter
Tierknochen und Gehörne, die nahe legen, dass hier
heidnische Opferhandlungen vorgenommen wurden.
Im übrigen wurden die Keller u. a. zur Vorratshaltung
genutzt, wie die ausgegrabenen Gefäße und die Reste
Ihres Inhaltes zeigen.
Ein weiterer Keller in Kreuzform könnte eine
frühchristliche Anlage sein, deren Funktion bis heute
noch nicht geklärt ist.
Die Fundstücke sind in den Kellergewölben ausgestellt,
unter ihnen das Fragment eines tönernen Gießgefäßes in
Gestalt
eines Tierkopfes (Aquamanile), dass man aus
islamischen Kulturen kennt, und das im Mittelalter den
Priestern zur Handwaschung während der messe diente.
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